Quelle: Sammlung Stuhlpfarrer

Der steirische Ort Bretstein liegt im politischen Bezirk Murtal in einem Seitental der Pöls, etwa 25 km nordwestlich von Judenburg.

Das KZ-Nebenlager Bretstein, ein Außenlager des KZ Mauthausen, bestand ab Juni 1941. Es stand im Zusammenhang mit dem SS-eigenen Wirtschaftsbetrieb "Deutsche Versuchsanstalt für Ernährung und Verpflegung GmbH", der ab 1939 auf drei Bergbauernhöfen im Bretsteingraben eine Schaf- und Pferdezucht betrieb.

Die Häftlinge des Nebenlagers Bretstein, insgesamt mindestens 170 Männer, waren vorwiegend Republikanische Spanier ("Rotspanier") und deutsche Zeugen Jehovas ("Bibelforscher"), die zum Ausbau des Güterweges in den Bretsteingraben und zu Arbeiten in der Landwirtschaft herangezogen wurden.

Das triste und unmenschliche Los der Gefangenen führte 1941 und 1942 zu mehreren Fluchtversuchen; dabei wurden sieben Häftlinge getötet.

Im Juni 1943 wurde das KZ-Nebenlager Bretstein aufgelassen.